Wissen

...

Landingpage erstellen lassen - worauf es wirklich ankommt

Eine Landingpage bringt Besucher zu genau einer Handlung. Aber zwischen einer Seite, die konvertiert, und einer, die ignoriert wird, liegen ein paar entscheidende Details. Dieser Ratgeber zeigt, welche.

Eine Landingpage hat genau eine Aufgabe: Besucher zu einer bestimmten Handlung führen. Keine Navigation, die ablenkt. Kein Menü, das in zehn andere Richtungen lockt. Nur eine klare Botschaft und ein konkretes Ziel - ob das eine Kontaktanfrage ist, ein Download oder eine Terminbuchung.

In der Praxis scheitern viele Landingpages daran, dass sie wie normale Website-Unterseiten behandelt werden. Oder dass Design und Text aneinander vorbeiarbeiten. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es ankommt, wenn du eine Landingpage erstellen lassen willst, die tatsächlich konvertiert.

Was eine Landingpage von einer normalen Website-Seite unterscheidet

Eine Website-Unterseite informiert. Eine Landingpage überzeugt und führt zur Handlung. Der Unterschied liegt in der Fokussierung: Auf einer Landingpage gibt es keine Hauptnavigation, keine Sidebar, keine weiterführenden Links zu anderen Themen. Alles auf der Seite dient einem einzigen Ziel.

Diese Fokussierung macht den Unterschied in der Conversion-Rate. Während eine normale Unterseite typischerweise 1 bis 3 Prozent der Besucher zu einer Handlung bewegt, erreichen gute Landingpages 5 bis 15 Prozent - in manchen Branchen sogar mehr.

Wann du eine Landingpage brauchst

Landingpages sind dann sinnvoll, wenn du einen spezifischen Zugang zu einem konkreten Angebot schaffen willst. Typische Einsatzszenarien:

Kampagnen-Landingpages: Du schaltest Google Ads oder Social-Media-Anzeigen und brauchst eine Zielseite, die exakt auf die Anzeige abgestimmt ist. Die Botschaft der Anzeige muss sich auf der Landingpage sofort wiederfinden - sonst springen Besucher ab.

SEO-Landingpages: Du willst für ein bestimmtes Keyword bei Google sichtbar werden, das deine normalen Leistungsseiten nicht abdecken. Zum Beispiel ein lokaler Suchbegriff wie "Webdesign Köln" oder eine spezifische Leistung.

Lead-Generierung: Du bietest etwas im Tausch gegen Kontaktdaten an - einen Ratgeber, eine Checkliste, ein kostenloses Erstgespräch. Die Landingpage erklärt den Wert des Angebots und macht die Hemmschwelle so niedrig wie möglich.

Die Anatomie einer Landingpage, die funktioniert

Headline: Nutzen in einem Satz

Die Headline entscheidet in den ersten 3 Sekunden, ob jemand bleibt oder geht. Sie muss den konkreten Nutzen kommunizieren - für wen die Seite ist und was dabei herauskommt. "Professionelle Website für dein Unternehmen" ist besser als "Willkommen bei unserem Angebot". Aber "Website, die dir jeden Monat qualifizierte Anfragen bringt" ist noch besser.

Hero-Bereich: Relevanz auf den ersten Blick

Der sichtbare Bereich vor dem Scrollen (Above the Fold) braucht drei Elemente: die Headline, eine kurze Unterzeile, die den Nutzen konkretisiert, und einen sichtbaren Call-to-Action. Alles, was davon ablenkt, schadet der Conversion.

Vertrauen aufbauen

Menschen handeln, wenn sie Vertrauen haben. Auf einer Landingpage bedeutet das: Testimonials oder Kundenstimmen, Logos von bekannten Kunden, konkrete Zahlen ("Seit 2003", "120+ Projekte") und ein erkennbares Gesicht hinter dem Angebot. Je höher die Hemmschwelle der gewünschten Handlung, desto mehr Vertrauenssignale brauchst du.

Einwände vorwegnehmen

Jeder Besucher hat Gründe, DOCH NICHT zu handeln. "Was kostet das?" "Wie lange dauert das?" "Ist das wirklich für mich?" Eine gute Landingpage beantwortet diese Fragen, bevor der Besucher sie stellt - durch einen FAQ-Bereich oder durch geschickte Integration in den Fließtext.

Call-to-Action: Nutzen statt Aktion

"Jetzt absenden" ist der schwächste CTA, den du wählen kannst. Der Button-Text sollte den Nutzen der Handlung betonen: "Kostenloses Erstgespräch vereinbaren", "Meine Checkliste herunterladen", "Angebot in 24 Stunden erhalten". Je konkreter das Versprechen, desto höher die Klickrate.

Was eine professionelle Landingpage kostet

Die Investition für eine professionelle Landingpage liegt typischerweise zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Der Preis hängt von drei Faktoren ab: dem Umfang der Konzeptarbeit (Zielgruppenanalyse, Textentwicklung, Conversion-Strategie), dem Individualisierungsgrad des Designs und der technischen Komplexität (Formulare, Tracking, A/B-Test-Fähigkeit).

Die günstigere Variante ist eine Template-basierte Landingpage mit angepassten Texten. Die teurere Variante umfasst ein individuell entwickeltes Design, professionelle Texte und eine durchdachte Conversion-Strategie. Langfristig rechnet sich die zweite Variante fast immer, weil die Conversion-Rate den Unterschied macht.

Zum Vergleich: Eine vollständige professionelle Website kostet zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Eine Landingpage ist also eine überschaubare Investition mit messbarem Return.

Landingpage und SEO - was du beachten solltest

SEO-Landingpages funktionieren anders als Kampagnen-Landingpages. Sie müssen Google überzeugen UND den Besucher zur Handlung führen. Das bedeutet: genügend Textumfang für Relevanz (mindestens 600 Wörter), eine klare H1 mit dem Ziel-Keyword, strukturierte Daten und eine saubere technische Basis.

Gleichzeitig darfst du die Conversion-Optimierung nicht dem SEO opfern. Ein FAQ-Bereich hilft sowohl dem Ranking (Featured Snippets) als auch der Conversion (Einwände entkräften). Ein guter CTA schadet dem SEO nicht, hilft aber dem Geschäftsergebnis. Die Kunst liegt darin, beides zu verbinden. Mehr zum Thema Sichtbarkeit findest du im Ratgeber Google Ranking verbessern.

Typische Fehler bei Landingpages

Zu viele Handlungsoptionen: Wenn der Besucher zwischen drei Buttons, einem Kontaktformular und einer Telefonnummer wählen muss, wählt er meistens: gar nichts. Eine Landingpage, ein Ziel, ein CTA.

Navigation nicht entfernt: Die Hauptnavigation auf einer Landingpage zu lassen ist der sicherste Weg, Besucher zu verlieren. Jeder Navigationslink ist ein Ausgang von der Seite - und damit ein verlorener Lead.

Keine mobile Optimierung: Über 60 Prozent der Besucher kommen über Smartphones. Wenn dein Formular auf dem Handy unbedienbar ist oder der CTA-Button unter dem Bildschirmrand verschwindet, verlierst du den Großteil deiner potenziellen Conversions.

Kein Tracking eingerichtet: Ohne Conversion-Tracking weißt du nicht, ob deine Landingpage funktioniert. Google Analytics, Tag Manager und Event-Tracking sollten vor dem Launch eingerichtet sein - nicht nachträglich.

Häufige Fragen zu Landingpages

Brauche ich eine Landingpage oder reicht meine normale Website?

Für gezielte Kampagnen oder spezifische Conversion-Ziele lohnt sich eine eigene Landingpage fast immer. Die fokussierte Struktur liefert deutlich höhere Conversion-Raten als eine normale Unterseite. Für organischen Traffic über Google kann eine gut optimierte Unterseite ausreichen.

Wie viele Landingpages brauche ich?

So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Jede Kampagne mit eigenem Zielpublikum braucht ihre eigene Landingpage. Für SEO braucht jedes relevante Keyword-Cluster eine eigene Seite. In der Praxis haben die meisten KMU zwischen 3 und 8 Landingpages.

Wie messe ich den Erfolg einer Landingpage?

Die wichtigste Kennzahl ist die Conversion-Rate: Wie viel Prozent der Besucher führen die gewünschte Handlung aus? Ergänzend dazu die Absprungrate, die Verweildauer und bei SEO-Landingpages die Keyword-Rankings. Alle Werte sollten vor dem Launch als Benchmark definiert werden.

Eine Landingpage ist so gut wie ihre Strategie

Ob Kampagnen-Landingpage oder SEO-Einstiegsseite: Der Erfolg hängt davon ab, wie gut Konzept, Text, Design und Technik zusammenspielen. Wenn du eine Landingpage erstellen lassen willst, die messbar Ergebnisse bringt, lass uns im Erstgespräch darüber sprechen.

Lass uns über deine Landingpage sprechen →

Weiterlesen